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Achtsamer Umgang mit den eigenen Schubladen

  • Autorenbild: rheinmind
    rheinmind
  • 1. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Es ist Ferienzeit und wir bereisen andere Länder und da begegnen wir auch anderen Kulturen und Gewohnheiten und manches davon finden wir eigenartig und komisch und sind dann schnell dabei etwas zu bewerten und in eine Schublade zu stecken. Dieser Vorgang passiert oft sehr unbewusst und ist auch Teil der Überlebensstrategie unseres Gehirns. Denn unser Gehirn scannt permanent unsere Umgebung darauf ob etwas in unser gelerntes Schema passt (Belohnung) oder nicht (Bedrohung) und hilft uns damit sich in der komplexen Welt, in der wir leben zurecht zu finden.


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Leider kann unser Gehirn allerdings nicht unterscheiden, ob die Bedrohung tatsächlich auch eine Bedrohung darstellt oder nur eine andere Perspektive oder Sichtweise oder eine andere Gewohnheit eines anderes Menschen darstellt. Denn physische und psychische Bedrohung werden gleichermaßen eingeordnet und lösen die Ausschüttung der gleichen Hormone aus: Cortisol, Adrenaline und Noradrenaline.


Als menschliches Wesen haben wir aber im Vergleich zu anderen Säugetieren sehr wohl die Kapazität (weil unser Präfrontaler Cortex sehr viel stärker ausgeprägt ist) uns die Fähigkeit anzueignen bewusst wahrzunehmen, ob etwas eine tatsächliche Bedrohung darstellt oder nicht. Dafür kann es hilfreich sein zwischen Reiz und Reaktion eine kleine Pause einzulegen und erst mal genau und achtsam zu studieren, was für ein Reiz das ist und welche Emotionen dadurch bei uns ausgelöst werden und auch zu hinterfragen warum. Diese kleine Pause hilft uns dabei bewusst zu entscheiden in welche Schublade wir etwas einordnen oder ob wir es überhaupt einordnen wollen oder erstmal in einer Haltung von Neugierde und Offenheit verbleiben.

 

Und dann mal zu beobachten, ob wir aus dieser Haltung vielleicht eine andere Einordnung vornehmen würden und wenn wir das tun, ob sich dadurch auch an unseren Gefühlen etwas ändert. Vielleicht hast du ja jetzt Lust bekommen, dass direkt mal in deinem Urlaub auszuprobieren oder auch gerne auch im Büro mit dem einen / der einen Kolleg:in, wo es in bestimmten Situationen immer dazu kommt, dass du einfach eine Schublade aufmachst und sie oder ihn dort einsortierst. Denn aus den Schubladen anderer Leute rauszukommen, kann ganz schön anstrengend sein und vielleicht lohnt es sich daher einfach öfter mal zu versuchen ohne die eigenen Schubladen durch das Leben zu gehen.


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